Gespeichert unter: Uncategorized
Der letzte Abend hier auf dem Hof neigt sich dem Ende zu. Wir haben heute nochmals ein grosses Feuer gemacht und Bio Würste grilliert. (Für die Vegetarier gabs irgend etwas Undefinierbares aus dem Bioladen, abgepackt wie eine Mettwurst). Ich schreibe euch hier nochmals – und wohl das letzte Mal – vom Bauernhof in Lausanne.
Diese Woche, wie auch alle drei Wochen waren sehr abwechslungsreich. Ich schicke euch dazu noch ein paar Fotos (siehe unten).
Übrigens: Braun-o-meter: Ich habe mich von meinem Sonnenbrand erholt und bin schön gebräunt. Der Rücken hat sich aber übelst geschält und so flogen immer wieder mal Hautfetzen von mir.
Morgen nehme ich nun den Zug zurück nach Hause, wo Heli auf mich wartet und ich mal einfach ausspannen werde.
Liebe Grüsse
Lukas
Gespeichert unter: Uncategorized
Salut!
Ich habe euch diese Woche lange warten lassen – doch dies hat seine Gründe. Der Bauernhof war diese Woche einfach omnipresänt – so dass ich, teilweise auch im negativen Sinne, gar nicht von ihm wegkam und sehr viel arbeitete. Zwar hatte ich schon einige Abwechslung, doch drehte sich alles irgendwie um das Leben auf dem Bauernhof. Am Mittwoch beispielsweise ging ich an einen Bäuerinnen Treff (sehr sinnvoll, als Mann dort hinzugehen). Mirjam nahm mich auf jeden Fall mit, als Praktikant, und ich durfte mir einen anderen Betrieb ansehen. Schön war schon nur die Fahrt durchs Waadtland, rein in den Kanton Freiburg. Der Treff war vom Demeter Verband organisiert und der Groove entsprechend. Für mich ist der Bio-Dynamische-Kosmos aber ganz ok.
Wie das Gemüse auf den Markt kommt…
Ich zeige euch unten mal in ein paar Fotos (so wie ich das bei SBB Cargo gelernt habe), wie das Gemüse vom Felde auf den Markt kommt. Der Prozess selbst ist eher trivial, über die ganze Philosophie hinter der Bio-Dynamik, wurden aber schon diverse Bücher geschrieben. (Begründer: Rudolpf Steiner) Diesen teil lass ich aus – von Prismen und vergrabenen Kuhhörnern habe ich einfach zu wenig ne Ahnung. Zum Prozess:
Vom Feld habe ich keine Fotos, da wird ja schliesslich gearbeitet und nicht fotografiert.
Für die Fotos habe ich Krautstiel gewählt. Denn muss ich am Morgen früh (meistens zwischen 6 und 7h) pflücken, weil das Gemüse dann länger haltbar ist. Ich bringe es dann zum Hof (Bild 1). Dort wird alles gewaschen (Bild 2) und aussortiert (frz: trier). Die grössten Stücke werden ans Restaurant geliefert, das gleich beim Hof liegt. Die schönsten kommen in grünen Kisten (Bild 3) auf den Markt. Der Rest, die löchrigen, halb faulen zerfressenen behalten wir….. Das Highlight, um das nochmals zu sagen, ist dann der Markt (Bild 4). Ich bin erstaunt, wie viel die Kunden bereit sind zu bezahlen – und für den Hof springt immer noch nicht sehr viel heraus. Meine betriebswirtschaftlichen Ueberlegungen sind aber nochmals ein anderes Kapitel.




Braun-o-meter: Jetzt bin ich richtig gebräunt. Leider habe ich diese Woche einmal zu lange oben ohne gearbeitet und mein Rücken ist entsprechend gerötet. Sonst bin ich schon braun genug, dass der viele Dreck auf der Haut nicht mehr so auffällt.
Alors, je termine ce article avec le resumé en français. J’espere les fotos du côte de bette plaisent à vous. Demain, je vais une autre fois au marché a Lausanne e aprés j’ai conge. Peut-etre j’ecrivera un autre blog au fin de la semaine.
Salutations
Lukas
Gespeichert unter: Uncategorized
Wo bleiben die Kommentare der Jungen!!!!??? Mein Grosi hat mir, als zweite nach Heli, per Mail einen Kommentar geschrieben. Eigentlich wollte ich heute nichts schreiben, doch nun nutze ich hier die Gelegenheit, Grosi’s Fragen zu beantworten.
Wo sind denn all die Leute untergebracht?
AW: Wir wohnen alle in einem schönen grossen Haus (siehe Foto im letzten Blog). Dort haben alle ihr eigenes Zimmer, wo bei Mascha zum Schlafen im grossen Zimmer von Kerstin schlief, weil es im obersten Stock unter dem Dach zum schlafen fast zu heiss ist. Mein eigenes Zimmer ist auch ganz ok und bietet einen schönen Blick auf den Garten.
Und wer ist zuständig für die Kocherei?
Wir essen meistens am Mittag was warmes. Mirjam bestimmt dann meistens jemanden, der kocht. Ich war bis jetzt schon zweimal dran. Wenn es draussen auf dem Felde so heiss ist, ist das Kochen in der kühlen Küche eine angenehme Abwechslung. Jedoch nicht letzten Mittwoch: Da funktionierte irgend etwas mit dem warmen Wasser nicht. Sprich, ich musste den Holzofen anfeuern (und kochen), der dann den Boiler heizte.
Ist die Umgangssprache französisch?
Mais qui! J’ai constaté que j’ai oblié d’ecrie mon resumé en français. C’est pourqoi je vais écrire ce paragraphe en français. Hier, j’ai eu la possiblité d’aller au marché. Je me suis levé a 6 et nous sommes allés avec notre bus à Lausanne. La, nous avons préparé toutes le légumes et fruits à vendre. Le marché a commencé a 8h et terminé un peut aprés midi. C’était un grande avantage que j’avait travaillé toute la semaine passé a la ferme. Comme ca, je savait toutes les differentes légumes et j’avait pu ameiliorer mon français. Sans doute, le marché etait un highlight de la semaine.
Mit Mirjam spreche ich aber immer noch Deutsch und mit allen anderen Deutschsprachigen natürlich auch.
Nächste Woche möchte ich mal versuchen, euch aufzuzeigen, was wir hier eigentlich so machen und was es braucht, bis wir auf dem Markt ein Gemüse verkaufen können. Meine betriebswirtschaftlichen Ueberlegungen dazu habe ich mir natürlich schon gemacht – das Resultat ist eher vernichtend, wenn ich sehe, welchen Aufwand wir betreiben, um am Schluss ein Fenchelein auf dem Markt zu verkaufen.
Die Woche war aber voll von positiven Erfahrungen und viel viel Sonne. Ich hoffe es geht so weiter und wünsche euch allen einen guten Start in die nächste Woche.
Lieber Gruss
Lukas
Gespeichert unter: Uncategorized
Arbeiten-Essen-Schlafen. Genauer gesagt, sieht mein Tagesrhytmus etwa wie folgt aus: Ich stehe ich um 6 Uhr auf und arbeite mal eine Stunde, bevor wir gemeinsam um ca. 7.15h Frühstücken (mit der französischen Tastatur, die ich hier benutze, heisst dass dann „Fréhstécken“-tönt eher ungarisch).
Um 8 gehts dann weiter mit der Arbeit bis ca. 12.15h (dazwischen noch eine Trinkpause). über den Mittag bin ich dann schon so schlapp, dass ich auf dem Natel den Wecker „Aprés midi“ stellen musste, der mich um 13.50 wieder in die Realität zurück holt. Der Nachmittag, speziell der Heute, lässt sich mit „Heiss & Schweiss“ am besten zusammen fassen. Um vier gibts zwar auch eine weitere Trinkpause, doch irgendwie habe ich schon wieder Durst, bis ich wieder am Pflücken bin. Die Arbeit hat zweifelsohne auch seine erholsame Seite – vor allem meine Gehirnzellen kommen jetzt doch noch zu ihren wohlverdienten Sommerferien. Mit dem Abend kommt dann langsam auch die Abkühlung und auch für mich so etwas wie Ferienstimmung. Wir essen wiederum gemeinsam in einer grossen Bauernküche. Diese hat einen roten Steinboden, der auch noch cool bleibt, wenn draussen sengende Hitze herrscht. Mitten in der Küche steht ein grosse Esstisch, an dem mindestens 14 Leute Platz haben – mit dem vielen verschiedenen Leuten, die auf dem Hof leben und verkehren, ist er dann auch öfters gut belegt.

Braun-o-meter: Ich habe Heute mal oben ohne gearbeitet, weil es sooo heiss war. Dementsprechend fand zwischen den dunkelbraunen Armen und meinem Oberkörper schon eine Angleichung statt. Meine Beine sind übrigens rot. Nicht aber etwa von einem Sonnenbrand, sondern weil ich auf alles mögliche allergisch reagiere uns es höllisch beisst.
Gespeichert unter: Uncategorized
Ich könnte euch so viel schreiben über die ersten Eindrücke. Doch bald gibts Essen und so schreibe ich euch zwei kleine Geschichten.
Die erste ist vom letzten Abend und hat noch eine Vorgeschichte. Als ich das letzte Mal da war, nahm ich nach der langen Velofahrt (ja Heli und ich fuhren mit dem Velo nach Lausanne) eine Dusche. Als ich aus der Wanne steigen wollte, rutschte ich aus. Damit aber nicht genug. Um mich zu halten, griff ich zur sicher aussehenden Halterung des Duschschlauches…nun, im Fall habe ich den dann auch noch abgerissen und weil ich in solchen Momenten besonders geschickt bin, riss ich die Vorhangstange auch noch mit in den Abgrund.
Gesten beim Duschen habe ich nun realisiert, dass ich gar nicht voll auf meinen Füssen stehen kann, wenn ich quer in der Wanne stehe (ich kam bereits wieder ins schwanken). Man könnte nun sagen, dass ich zu grosse Füsse habe, doch ich finde, die Wanne ist einfach zu schmal. Die die mal zu Besuch kommen, können sich von der Wanne selbst ein Bild machen.
Die zweite Geschichte ereignete sich vor etwa zwei Stunden im Gewächshaus. Ich ging mit Mirjam (das ist die Chefin, Tätschmeischterin, Bäuerin etc) zu den Tomaten um diejenigen abzulesen, die wir morgen auf dem Markt verkaufen wollen. Als ich dann ganz gemütlich (nicht langsam! – einfach entspannt!) die reifen Cherry Tomaten am ablesen war, griffen mich plötzlich „von hinten!“ solch fiese Wespen an. Ich hab mich schon langsam an all die herumfliegenden Fiecher gewöhnt und so reagierte ich erst gar nicht. Bevor ich dann aber reagieren konnte, wurde ich schon gestochen. Das waren einfach feige Wespen. Angriff von Hinten, in der Ueberzahl und erst noch zu feige um zu sterben. Als ich dann nämlich reagierte, waren irgendwie alle wieder weg. Mirjam brachte mir dann eine „Fette Henne“. Das heisst nur ein Blatt dieser Pflanze. Diesem schälte sie dann auf der Blattunterseite eine Schicht ab, worauf die feute heilende Essenz hervorkam. Ich liess mir dann das Blatt gleich so auf den Wespenstich, direkt auf die Schulter kleben.
Auch jetzt siche ich noch mit einem frischen Blatt auf der Schulter vor dem Computer und immer wieder kommt mir das Bild in den Kopf, wie ich mit einem Huhn auf meiner Schulter herum laufe. So oder so, die Heilkraft der Pflanze scheint zu wirken.








