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Rien ne va plus
Dieses Wochenende fuhr ich mi Sonja und Anastasia, einer Deutsch-Russin nochmals nach Riobamba. Sonja ist übrigens seit vorletztem Freitag “Frau Doktor”, da sie von der ETH ihren Abschluss erhalten hat. Dies nur nebenbei, für mich ist dies insofern spannend, da ich von ihr bei Fragen zu ihrem Gebiet spannende antworten bekomme. Ganz allgemein war das Wochenende wieder sehr reichhaltig und trozdem Erholsam. Wir fuhren nochmals in die Chimborazo Region und bewanderten dort eine Andische Hochebene. Die Umgabung war richtig gemacht dazu, seine Seele zu reinigen. In unserer Entspannung vergassen wir fast Raum und Zeit und wurden von einem Wetterumbruch überrascht. Beim Chimborazo hingen bereits die Wolken und von der anderen Seite wurden wir durch eine nahende Wolkenwand in die Enge getrieben. Damit nich genug; als wir uns mit dem Kompass in Richtung Passstrasse begaben, begann es noch zu schneien. Zum Glück hielt die erste Camionetta, ein Holztransporter, gleich an und nahm uns bis nach Riobamba mit.
Ich fuhr mit vielen neuen Eindrücken nach Otavalo zurück. Dort geht übrigens seit Sonntag morgen nichts mehr. Wir kamen erst am späten Abend an und waren vom Strom Spar Tag nicht betroffen. Heisst auf ecuadorianisch, dass die Regierung der ganzen Stadt den Strohm abdrehte. Bei uns wäre da wohl die gesamte amitierende Regierung ausgewechselt worden, hier nahm man es anscheinend gelassen. Strohmausfälle gibts ja fast wöchentlich, so auch jetzt am heutigen Dienstag.
Auf das Stromsparprogramm folgte am Montag ein Streik der Camioneure und zum grossen Unmuht der Bevölkerung folgten Bus- und Taxifahrer mit in den Streik. Daraufhin fielen die Schulen aus und es fehlte wieder eimal nicht viel, bis die Lage eskaliert wäre. Bis gestern Abend wurden die teils politischen Spielchen beendet und so kehrte Heute wieder Normalität ein. Sprich, auf den Streik folgte heute der nächste Stromausfall…..
Zu meiner Gesundheit: Dieses Thema wird zur leidigen Sache, drückt mir aber nicht aufs Gemüht. Seit rund einem Monat hatte ich nun keine Woche, in der nicht etwas war. 2x spielte mein Darm verrückt und dieses Wochenende habe ich nun meine Stimme verlohren. Als nicht nur in Otabalo geht nichts mehr. Schmerzen und Husten habe ich fast nicht, werde aber ziemlich sicher keine Englischunterricht geben können. Ich wollte aber unbegingt in die Gemeinde. Erstens habe ich einen tollen Aufrag von einem Restaurant reingeholt, den ich noch mit dem Schreiner erledigen möchte und zweitens ist dies meine letzte Woche hier.
Am Donnerstag gibts deshalb noch eine kleine Feier und wir backen Pizza im Steinbackofen.
Am Freitag fahren wir dann nach Puerto Lopez an die Küste. Gleich danach gehts an die Küste und den Urwald Kolumbiens und wenn ich zurück bin, gibts zu meinem Abschied noch eine Riesensause.
Jetzt hoffe ich, dass sich meine Stimme erholt und mir keine weiteren Streiks meine Pläne für die letzten Wochen durchkreuzen.
Ps: bitte entschuldigt, dass ich teilweise eure Fragen in den Mails nicht beantworte. Ich habe nicht oft die Zeit oder Möglichkeit, ins Internet zu gehen.
Kleiner Nachtrag vom Mittwoch: heute haben wir kein Wasser
Saludos a todos
Lukas
8 Kommentare bis jetzt
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Lieber Lukas
Kommentar von Helena 28 Oktober, 2010 @ 3:30Ich haben mich sehr gefreut gestern von dir zuhören und bin froh geht es dir nebst der Stimme gesundheitlich wieder besser. Die letzten Tag werden für dich im nu vorbei sein. Ich wünsche dir von Herzen einen guten Abschluss in der Gemeinde und eine feine Holzofenpizza. Ich freue mich unheimlich dich ganz bald wieder in den Arm nehmen zu können. Pass auf dich auf und bis bald einen grossen Kuss von Herzen nur für dich
Lieber Lukas
Kommentar von Peter-Marlis 28 Oktober, 2010 @ 14:34Einmal mehr dürfen wir an Deinen Ausflügen und Erlebnissen teilnehmen.
Es ist immer sehr spannend Deine Reiseberichte zu lesen. Ihr habt ja Glück
gehabt,dass der Camion vorbei gekommen ist.Die Zeit Deines Aufenthalts
geht nun sehr schnell vorbei.Wir hoffen dass die Kolumbienreise auch ein
schönes Erlebnis wird .Der Aufenthalt am Meer wird der Gesundheit gut tun.So kannst Du nochmals so richtig Sonne tanken.Bei uns ist soweit
alles gut.Wir erledigen noch die nötigen Gartenarbeiten bevor die Kälte
kommt.
Wir wünschen Dir weiterhin viel Glück bei Deinen Abenteuern.
Alles Liebe und herzliche Grüsse Deine Grosseltern. Bleib gesund!
Lieber Lukas, na endlich komme auch ich wieder mal zum Lesen deiner Reiseberichte. Helena hat mich meist auf dem Laufenden gehalten und dies wohl in abgeschwächter, erzählt bekommen und selber lesen sind eben zweierlei!!! Ich habe nach den Herbstferien im KG gut gestartet.
Kommentar von Marianne Jörg-Kessler 30 Oktober, 2010 @ 9:10Auch bei mir ist die Gesundheit immer wieder ein Thema, so ein Mist.
So landete ich gestern zum EKG in Liestal.
Nichts desto trotz besuchen wir heute Abend mit Freunden das Irish Folkfestival Konzert im Casino, in der Hoffnung ………
Du weisst schon!?!
Ja, Lukas die Zeit geht wie im Flug. So geniesse die letzten Tage und Wochen bei hoffentlich guter Gesundheit. Wir warten mit Sehnsucht auf dich und deine Reiseerfahrungen.
Herzlichst Marianne
Lieber Lukas, Reiseberichte von einem lieben Bekannten zu lesen ist völlig, anders als irgend ein Erlebnisbericht von einem unbekannten Autor. Einerseits kann man sich mit Dir identivizeren, anderseits ist eine klare Situationsvorstellung unmöglich. Ich freue mich jedenfalls ganz riesig auf ein persönliches Treffen mit Dir, bei dem man Dich auch gleich mit Fragen “bombardieren” kann. In der 2. Novemberwoche holen wir Claudia’s Geburtstag beim “Knöpfli-essen” nach. Den nächsten Termin kannst Du dann bestimmen. Es wird spannend sein. Auch bin ich natürlich neugierig, wie’s bei Dir weiter geht. “Heb Dir Sorg”! Ganz liebe Grüsse Dein
Kommentar von Grosi 31 Oktober, 2010 @ 11:19Grosi
Lieber Lukas
Kommentar von Peter-Marlis 1 November, 2010 @ 8:16Wie die Zeit vergeht! Haben heute festgestellt,dass es keine drei Wochen
mehr geht und Du bist wieder zu Hause.Wir freuen uns riesig auf Deine
Heimkehr und auf die vielen Eindrücke die Du erlebt hast.Gestern haben
wir mit Maurice Geburtstag gefeiert.Anja und Maurice freuen sich auch
auf Deine Ankunft.Wir wünschen Dir noch eine angehneme und gute Zeit
Vor allem aber, das Dir die Gesundheit keinen Streich mehr spielt.
Mit ganz lieben Grüssen Dein Grossmami und Grosspapi.
lieber lukas
Kommentar von Mama 1 November, 2010 @ 18:33jetzt zähle ich echt die tage und freue mich riesig auf das wiedersehen.
sei umarmt
mama
Lieber Lukas
ganz hinten anstehend bei der Kommentatorenkette stelle ich nun fest: da erwartet dich eine unermessliche Freuden-Neugierlawine bei deiner Ankunft.
Ich freue mich täglich mit dir und bin überzeugt, dass deine Erlebnisse wahre Bildung sind.(Es gibt gar wissenschaftliche Studien, die belegen, dass solche Reisen eine günstige, nachhaltige Wirkung auf das Wohlbefinden im späteren Erwachsenenalter haben.)In diesen Tagen gilt deine Präsenz deiner Reise, deinen neu gewonnenen Freundschaften, ja und dazu wünsche ich dir Achtsamkeit im Augenblick. Die Klarheit deiner Gedanken lässt mich ruhig und vertrauensvoll “zuschauen”.
carpe diem und alles Liebe
papa
Kommentar von markus mesmer 1 November, 2010 @ 19:24Hey luke!
Wünsch dir viel Spass in Kolumbie! Bin gspannt was du zum verzelle hesch. Gniess diä anderi Kultur, Musik, Landschafte und Mensche in volle züg. Jedes Land het eim öppis einzigartiges zum verzelle.
Gueti zyt, y freu mi uf dini Gschichte
Steven
Kommentar von Steven 1 November, 2010 @ 19:57